Zum Inhalt springen
Logo nww-nuernberg

NWW gGmbH

Nürnberger Wohn- und Werkstätten für Blinde und Sehbehinderte gemeinnützige GmbH

Brieger Str. 2
90471 Nürnberg

Tel.: 0911 / 66 06 - 0
Fax: 0911 / 66 06 - 111

www.nww-nuernberg.de
info@nww-nuernberg.de

Ein überregionales Sozialunternehmen

Die NWW gGmbH ist ein überregional tätiges Sozialunternehmen, in dem blinde und sehbehinderte

erwachsene Menschen mit ‐ teils schweren ‐ zusätzlichen Behinderungen leben, arbeiten, betreut und gefördert werden.

Hierzu errichtet und betreibt die NWW zentral am Standort Nürnberg-Langwasser die Teileinrichtungen

  • Werkstatt für mehrfachbehinderte sehbehinderte und blinde Menschen (anerk. WfbM i.S.d. § 142 SGB IX)
  • Wohnheim für mehrfachbehinderte sehbehinderte und blinde Menschen
  • Förderstätte für schwer mehrfachbehinderte sehbehinderte und blinde Menschen
  • Wohnpflegeheim mit integrierter Förderstätte für schwer mehrfachbehinderte sehbehinderte und blinde Menschen

Das Einzugsgebiet erstreckt sich über den Regierungsbezirk Mittelfranken hinaus auf Oberfranken und die Oberpfalz sowie die Region des Landkreises Eichstätt in Oberbayern.

Geschichte und Entwicklung

Anfang bis Mitte der 90er Jahre zeichnete sich ab, dass im nordbayerischen Raum adäquate Betreuungs-, Förder- und Wohnangebote für mehrfach behinderte sehgeschädigte Erwachsene geschaffen werden müssen.

Neben der in Würzburg zu dieser Zeit bereits länger bestehenden Einrichtung der Blindeninstitutsstiftung und der 1992 vom Bayer. Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. gemeinsam mit der Blindeninstitutsstiftung gegründeten SWW (Südbayerische Wohn- und Werkstätten für Blinde und Sehbehinderte gGmbH) mit Sitz in München gab es ein entsprechendes Angebot nur noch in Schwaben (Dominikus-Ringeisen-Werk Pfaffenhausen).

Nicht zuletzt auch auf Initiative von Angehörigen betroffener Kinder der Schulen der Blindeninstitutsstiftung in Rückersdorf und des Bildungszentrums für Blinde und Sehbehinderte der Blindenanstalt Nürnberg e.V. in Nürnberg wurde dann von den Gesellschaftern

  • Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V., München
  • Blindenanstalt Nürnberg e.V., Nürnberg
  • Blindeninstitutsstiftung, Stiftung des öffentlichen Rechts, Würzburg

am 06.03.1995 die NWW gGmbH gegründet.

Gegenstand des Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens ist laut Gesellschaftsvertrag wörtlich:

“die Errichtung und der Betrieb von Behindertenwerkstätten, Förderstätten und der damit verbundenen Wohnstätten für Blinde und Sehbehinderte, die infolge zusätzlicher Behinderung oder sonstiger Leistungseinschränkung auf die Beschäftigung und Betreuung durch diese Einrichtungen angewiesen sind sowie die Betätigung auf verwandten Gebieten und die Beteiligung an anderen Unternehmen gleicher Zielrichtung“

Die Aufgabe war damit vorgegeben. Der Betriebsbeginn erfolgte dann 04.11.1996 in Form einer Arbeitsgruppe in der Werkstatt mit 12 Beschäftigten, die seinerzeit von zwei Mitarbeiter/innen und einem Zivildienstleistenden betreut wurden.

In der Folgezeit wurde, bei stetigem Anstieg der Belegung und der Eröffnung weiterer Teileinrichtungen (Wohn- und Wohnpflegeheimgruppen, Förderstätten), die in angemieteten Räumen untergebracht waren, mit den Planungen und der Konzeption eigener Gebäude begonnen.

Der erste Bauabschnitt konnte dann Anfang Juni 2004 nach drei Jahren Planung und zwei Jahren Bauzeit bezogen werden. Im Jahr 2007 folgte der zweite Bauabschnitt. Der dritte Abschnitt (Förderstätte) wurde im Jahr 2009 fertig gestellt und 2015 mit einem Anbau ergänzt, womit die NWW dann gesamt über 213 Plätze in den vier Teileinrichtungen verfügt, davon:

  • 60 Plätze - Werkstatt
  • 45 Plätze - Wohnstätte (Wohnheim)
  • 72 Plätze - Förderstätte
  • 36 Plätze - Wohnstätte (Wohnpflegeheim)

Die Betreuung, Förderung, Pflege und Beschäftigung übernehmen über 165 qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Stand Frühjahr 2016).

Finanzierung

Die Dienstleistungen und Angebote der NWW werden überwiegend über Entgelte von Sozialleistungsträgern finanziert. Dies sind in der Regel die Agenturen für Arbeit im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich der Werkstatt sowie die Bezirke als überörtliche Sozialhilfeträger in allen anderen Teileinrichtungen, die hier Mittel der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen zur Verfügung stellen.

Die Werkstatt für mehrfachbehinderte sehbehinderte und blinde Menschen erzielt darüber hinaus marktorientiert Erlöse aus Dienstleistungen, industriellen Fertigungen und Produktverkäufen und erwirtschaftet so die Löhne der Menschen mit Behinderung.